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Standard Chodenländerhund   Ursprungsland: Tschechische Republik Garant der Rasse: CMKU Datum der Publikation des ursprünglichen Standards: 28.10.1984 Benützung: Arbeitsrasse, Klassizifierung F.C. I. : Nach dessen internationalen Anerkennung: Gruppe 1 – Hirtenhunde, Weide- und Hunde zum Vieheintreiben, außer Schweizer Sennnrhunden. 1. Allgemeines Erscheinungsbild (Charakteristik) Der Chodenländerhund ist ein mittelgroßer, schäferartiger Hund mit rechteckigem Körperbau. Er hat langes Fell mit reicher Unterwolle. Dadurch ist er wetterfest und widerstandsfähig. Hervorragend ist sein harmonischer Körperbau. Alle Körperpartien sind so abgestimmt, dass er als Einheit kompakt und geschmeidig wirkt.Charakteristisch für diese Rasse, ist die Stellung und das Tragen der kurzen Ohren, elegante Nacken- und Halslinie und schöne Behaarung. Die Bewegungen sind leicht und frei. Er zeichnet sich durch seinen lebendigen Charakter ohne Nervosität aus. Er ist anhänglich, besonders bei Kindern. Fremden Personen gegenüber ist er reserviert, aber bei Bedrohung seiner Nächsten oder des Besitzers kann er sie verteidigen. Er ist ein ausgezeichneter Wach-, Schutz- und Begleithund, der sich auch zur anspruchsvollen Ausbildung eignet. Er besitzt einen ausgezeichneten Geruchsinn, dadurch schafft er Nasenarbeit mit Leichtigkeit. Dank der idealen Mittelgrösse und seiner Gehorsamkeit kann man ihn als Blindenführhund ausbilden. Er kann mit Erfolg bei der Rettungs- und Lawinensuch- aktion eingesetzt werden. Er hat auch Fähigkeiten als Hirtenhund und eignet sich für Agility. 2. Wichtige Körperproportionen Idealer Parameter eines 2 jährigen Chodenländerhundes: Formatindex: Rumpflänge schafft 110% der Widerristhöhe Höhenindex: Brusttiefe schafft 49% der Widerristhöhe Kopfindex: Fanglänge schafft 46% der Kopflänge. 3. Verhalten und Wesen Ein temperamentvoller Hund ohne übertriebene Reaktionen. Er ist gelehrig, aufmerksam, führig, nachgiebig. Er ist bescheiden, pflegeleicht und widerstandsfähig. Seine Anhänglichkeit zu Kindern ist bewundernswert und macht ihn zu einem angenehmen Familienhund. Er ist furchtlos, nervenstark und außerordentlich wachsam. Er hat einen vorzüglichen Geruchsinn. 4. Kopf 4.1. Der Schädel ist flach und verengt sich leicht in der Augenrichtung. Hinterhauptstachel ist spürbar, aber nicht optisch auffallend. Nasenfang ist mäßig kürzer als der Schädel, von der er durch einen mäßigen Stopp abgegrenzt ist. Augenbogen sind deutlich, treten aber nicht hervor. Die Backen sind trocken und flach. Die Haut der Schädelpartie ist gespannt, mit kurzen glatten Haaren bedeckt. 4.2 Gesichtsschädel 4.2.1. Fang Fangrücken ist gerade, parallel zur Schädellinie. Der Fang verengt sich zum Nasenspiegel keilförmig. 4.2.2. Nase Mittelgroß, voll schwarz pigmentiert, die Nasenflügel sind offen. 4.2.3. Lefzen Fest, trocken, gut anliegend mit geschlossenen Mundwinkeln. 4.2.4. Kiefer Ober und Unterkiefer sind proportional, stark und lang. 4.2.5. Backen Glatt, anliegend, gut ausgefüllt. 4.2.6. Zähne Gesund, stark, schneeweiß, in regelmäßiger Stellung, vollständiges Scherengebiss. 4.2.7. Augen Mittelgroß, mandelförmig, mäßig schräg eingesetzt. Sie sollen weder hervorstehen noch zu tief liegen. Sie sind dunkelbraun, wirken lebhaft und haben einen angenehmen Ausdruck. Augenlider sind gut anliegend. 4.2.8. Ohren Kurze Stehohren, nach vorne gerichtet, hoch angesetzt und nah beieinander gestellt. Ohren sind dreieckig, mit breiter Basis. Die Ohrmuscheln sind dicht behaart. Das Kupieren ist verboten. Im Ganzen soll der Kopf proportional zu der Körpergröße sein und edel wirken. Der Kopf soll weder zu massiv noch zu zart wirken. Der charakteristische und einzigartige Kopfausdruck ist durch das richtige Ansetzten und tragen der Ohren, ihrer Größe, Form und dichten Behaarung bedingt. 5. Hals Stolz getragen, geht harmonisch in den Widerrist über. Er soll mit der Horizontalen einen Winkel von 45 Grad schließen. Seine Behaarung ist dicht und lang. 6. Körper 6.1. Brustkorb Im Querschnitt oval, reicht bis zu den Ellenbogen. Die Rippen sind mäßig gewölbt. 6.2. Vorderbrust Ist durch die Brustbeinspitze markant ausgebildet. 6.3. Rücken Im Widerrist leicht erhöht, dann gerade, fest, nicht zu lang. 6.4. Lenden Kurz, geschmeidig, in einer geraden Linie zum Rücken. 6.5. Bauch Fest, aufgezogen. 6.6. Kruppe Als fließende Fortsetzung der Lenden, ist mäßig abfallend, neigt zur Rute. 6.7. Rute In der Ruhe reicht sie in leichtem Bogen bis zum Sprunggelenk. In der Bewegung soll sie die Rückenlinie erreichen. Kupieren ist verboten. 7. Gliedmassen Nach oben 7.1.Vorderhand Das Schulterblatt ist schräg, zum Brustkorb fest anliegend und bildet mit dem langen Oberarm einen Winkel von etwa 90 Grad. Die Ellenbogen sind gut anliegend, weder aus- noch einwärts ausgedreht. Der Unterarm ist von allen Seiten gesehen, völlig gerade und gut bemuskelt. Der Vordermittelfuss ist kräftig, relativ lang und nicht zu steil. Die Hinterseite des Unterarmes ist mit längeren Haaren bedeckt. 7.2. Hinterhand Von hinten gesehen gerade, gute Winkelung im Knie und Sprunggelenk. Hintermittelfuss ist fest. Die Hinterseite des Oberschenkels ist mit dichten, langen Haaren bedeckt. 7.3. Pfoten Mittelgroß in Ovalform. Sie haben feste, elastische Ballen, gewölbte und geschlossene Zehen mit kurzen, kräftigen, gut pigmentierten Krallen. 8. Gangwerk Die meistgebrauchte Bewegung ist ein niedriger Trab mit einer diagonalen Verschiebung der Gliedmassen. Die Bewegung ist leicht, geschmeidig und geräumig. 9. Haut Gespannt, am ganzen Körper gut anliegend. Die Farbe der Ballen und Krallen ist schwarz. Die sichtbaren Schleimhäute sind dunkel pigmentiert. 10. Haarkleid Auf dem Hals, der Vorderbrust und untere Seite des Brustkorbes ist das Haar leicht abstehend, ansonsten liegt es gut an. Die Unterwolle ist dicht und weich. Die Ohren sind reich behaart und an der Ohrbasis und dem Ohrrand entstehen Haarbüschel. Besonders lange Behaarung ist auf dem Nacken, Rücken und an der Hinterseite der Unterarme und Oberschenkel. Die reiche Behaarung der Rute bildet auf der Unterseite eine Fahne. 10.1. Haarfarbe Schwarz bis Metallschwarz, mit rotgelben Abzeichen, „black and tan“. Je satter die Abzeichen sind desto besser. Eine andere Farbe als oben erwähnt ist unzulässig. Die Abzeichen gibt es: - am Rande und an der inneren Seite des Ohres - über den Augen - auf den Backen, von dort aus gehen sie fließend auf die Kehle über und bilden den charakteristischen Halbmond - die Abzeichen an der Brust sind getrennt von denen an der Kehle - an den Vordergliedmassen, von den Zehen aus bis zum Ellenbogen - auf den Hintergliedmassen und auf der inneren und hinteren Oberschenkelseite von den Zehen aus bis zum Sprung- gelenk in der Aftergegend Die Abzeichen können sich auf der Unterseite der Brust, des Bauches und der Rute entwickeln und sie können auf der Hinterseite des Oberschenkels fehlen. Der Kopf hat eine Maske die unterschiedlich ausgeprägt ist. 11. Größe und Gewicht Nach oben 11.1. Widerristhöhe Rüde: 52 – 55 cm Hündin: 49 – 52 cm +/- 2 cm 11.2. Gewicht Das Gewicht bewegt sich im Bereich von 16 bis 25 kg. Deutsche Übersetzung Dr. med. vet. Jan Nesvadba sen., nach dem Tschechischen Original von Ing. J. Findejs